Bretagne: Funktionskleidung, ça marche

‚Jeder der sagt, dass Sonne glücklich macht, hat noch nie im Regen getanzt.‘ Ein Spruch wie gemacht für die Bretagne. Denn hier oben ist jeden Tag April. 

Zugegeben, man kann wissen, worauf man sich bei der Bretagne einlässt. Der Regen ist ständig auf Durchreise und lässt dabei gern ein paar Liter seines nassen Gepäcks vom Himmel fallen. Selbst die beste Wetter-App kann dank seiner Spontaneität nur rätseln, scheint uns. Egal.

Bretagne / © Campingkorrespondent
Bretagne / © Campingkorrespondent

Statt zuverlässiger Wetterprognosen bekommt ihr zuverlässig vom Wind zerzaustes Haar und ein Wolkenspiel am zeitweise so herrlich blauen Himmel, dass ihr Hurra schreien mögt. Dieses Hin und Her gehört hier oben im Nordwesten, kurz bevor die Nordsee in den Atlantik kippt, zum guten Ton. Genauso wie die frischen Moules-frites und das Glas Weißwein.

Urlaub in der Bretagne ist wild, wolkig und weit weg. Klingt romantisch, aber ihr solltet euch schon bewusst dafür entscheiden, hier eure Zeit zu verbringen. Denn einmal angekommen, ist der Weg in den sonnensicheren Süden lang. Denn die Bretagne liegt ganz im Nordwesten und die Autofahrten durch Frankreich kosten wertvolle Freizeit und Geld.

Macht den „Bin ich bereit für die Bretagne?“ Test:

  1. Jahreszeiten sind ein Fremdwort für euch? In eurem Koffer packt ihr lieber Funktionskleidung als das Strandoutfit.
  2. Apropos Strand: Baden ist okay für euch, aber kein Muss? Das Warten auf die Flut oder das Waten entlang der Küste bei Ebbe machen das Meer zu eurem persönlichen Abenteuerspielplatz.
  3. Euer Campingbus ist euer Zuhause? Wenn es regnet sitzt ihr gern gemütlich darin – auch gern den ganzen Tag – und verbucht das als „wildromantisch“.

Der perfekte Campingplatz, um das bretonische Wetterhauruck hautnah zu erleben, steht in Trélévern. Und ehrlich: Näher an der Küste und entspannter Campen geht nicht. Ganze 42 Plätze reihen sich entlang der Strandlinie, an der rosa Granitküste. Hier steht ihr wortwörtlich in der ersten Reihe, hinter euch sitzen verstreut knuffige Häuschen im Hang und vor euch wogt das weite Meer, das im sechs-Stunden Takt kommt und geht. Ihr könnt die bunten Fischerboote im Hafen abwechselnd beim Liegen im Watt und beim Tanzen auf den Wellen beobachten. Naturkino! Nachmittags vielleicht ein Spaziergang entlang des bekannten Küstenwanderweg GR 34, westwärts nach Perros-Guirec (dort startet der offizielle Zöllner-Weg, den gehen viele, sehr viele!), dann in Perros-Guirec in die Creperie einkehren (das tun auch viele) oder am Abend im kleinen Restaurant am Campingplatz á la Carte oder das vom Chef zusammengestellte Tagesmenü servieren lassen (das schmeckt allen).

Wenn Bretagne, dann hier! Ihr wisst jetzt, worauf ihr euch einlasst. Ein Spruch darf noch:
In der Bretagne ist das Wetter schön – fünf Mal am Tag.

Doch lieber Wanderstiefel zum Bikini statt Funktionskleidung? Dann runter in die Provence.
Moustiers Saint-Marie
Verdun-Schlucht

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