L’Ile de Ré: Der Himmel trägt Pastell |Frankreich

Orange oder crèmefarben, lila oder purpur, blau oder himmlisch. Die Farbenwelt auf dieser Insel ist bunter als es der Wortschatz hergibt.

Als die Bretagne ihrem Ruf alle Ehre machte, schwemmt uns der Regen immer tiefer gen Süden, bis wir auf dieser Insel gestrandet sind – und beseelt werden. Die Dörfer sind ziemlich klein, die Gassen recht eng, die Häuschen meist weiß und die Blumen sehr, sehr bunt. Setzkastenidylle. Der Himmel aber wechselt seine Farben von blau über gelb bis rosa und macht dem Alpenglühen ganz schön Konkurrenz. Wir waren am Plage Sud, an der wilden Küste, zuhause und haben in diesen wandelbaren Himmel geguckt.

L'Ile de Ré / Foto: © Camping Korrespondent
L’Ile de Ré / Foto: © Camping Korrespondent

Wir sind geblieben und sind geradelt, haben gebadet und geschlemmt. Denn dafür ist diese Insel wie geschaffen. Kein Weg ist zu weit, die Insel ist schmal und doch gibt es so Vieles zu entdecken: winzige Hafenstädtchen, wo die Fischerboote bei Ebbe trotzig auf dem Trockenen liegen, alte Möbel, die in kleinen Läden gekauft werden können, Salinen, die seit Urzeiten Salz machen und Austernessen,  wenn man das mag. Oder die Festungsanlagen in Saint-Martin-de-Ré, wenn jemand auf alte Mauern steigen will.

Die Insel hat viele Fans, vor allem im Sommer, wenn ganz Frankreich gleichzeitig Ferien feiert und auch Touristen aus anderen Ländern hier Erholung suchen. Campingplätze gibt es daher auch einige hier. Doch dieser ist der einzige, den wir zum Bleiben empfehlen wollen. Er liegt an der wilden Südküste, ganz im Westen, also ist keine lange Anfahrt quer über die Insel nötig. Er gehört zur Kette Indigo, deren Konzept es ist loungig und familienfreundlich zu sein. Das gelingt auf diesem Platz ganz gut. Die Parzellen sind groß, der Sandstrand nah und über den Radweg geht es direkt in den Hauptort oder an die Strände nebenan. Der Platz liegt angenehm abgelegen und ruhig an der Küste und hat alles was es zum Campen braucht – und mehr nicht. Also kein Swimmingpool, dafür den Atlantik vor der Nase, der sich zwei Mal am Tag für Ebbe oder Flut entscheidet.

 

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