Wolkenschiffe über dem Pen y Fan

Bei der Reise durch Wales ist dein Schulenglisch ziemlich genauso hilfreich, wie dein Hochdeutsch in Bayern.

In Wales heißen die Hills und Mountains Glyder Fach, Carnedd Llewelyn oder Pen y Fan. Wie man sie ausspricht? Google ich später. Erstmal wird erklommen.

Pen y Fan Wales / © Campingkorrespondent
Pen y Fan Wales / © Campingkorrespondent

Der Pen y Fan ist der höchste Berg in Südwales. Als Gipfel der Brecon Beacons Bergkette macht er Eindruck. Von hier oben reicht der Blick weit in die Ferne und geradewegs über den gleichnamigen Nationalpark – über moosig, grüne Täler, kahle Bergrücken, kleine Wäldchen. Dazwischen, weiße Kleckse. Das sind die Wagemutigen. Sie grasen in der Senkrechten, die Schafe. In der Waagerechten schweben – bei gutem Wetter – die Wolkenschiffe. Da stehst du und staunst du.

 

Mein Wanderbegleiter Fabian (Insta @fabianraphael1), aka #Fabipedia ist direkt im Element. Begeistert referiert er, „die Spuren hier hat die Eiszeit hinterlassen“. Wir hatten uns gerade durch peitschenden Spontanregen über den schmalen Bergpfad gekämpft.  Das war lustig.  Tatsächlich. Materialtest sozusagen. Die Jacken sind wasserfest. Meine Hose? Nicht. Bei Fabian fallen jetzt Vokabeln wie „Kalkstein“, „Heidekraut“, „Sandstein“ und Sätze wie „schau mal: diese Wolken!!!!“. Denn der Regen hat sich so plötzlich verzogen, wie er angerauscht kam. Da steh‘ ich also. Und staune.

 

Nach den gut vier Stunden Bergtour über den grünen, steinigen, sehr sehr windigen Gipfel geht es talwärts zum Klassiker: Fish’n’Chips in Brecon. Das kleine Städtchen ist etwa zehn Autominuten entfernt vom Wanderparkplatz. Guten Appetit –  Mwynhewch eich bwyd! 

 

Die richtige Aussprache von „Pen y Fan“ ist übrigens garnicht mal so spektakulär. Interessanter, dass der Berg  bei Twitter auftaucht und da zu lesen steht: „used regularly by the army and special forces for training exercises.“ Wir haben stattdessen den Hobby-Laufsportlerinnen zugesehen. War friedlich.

Pen y Fan Wales / © Campingkorrespondent
Pen y Fan Wales / © Campingkorrespondent

Falls ihr natürlich zum Campen in England (und Wales) seid, wisst ihr, dass es recht easy sein wird, einen „cosy spot“ zu finden. Auf alten Farmen ist besonders #schöncampen. Diese Farm hier ist nicht weit von Brecon entfernt, liegt an einem Fluss und ihr könnt sogar einen VW mieten, um auch hier – ganz klassisch – zu campen. England, das Bulli-Paradies. Viel Spaß und denkt an Gummistiefel. Mindestens.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.